Agrar Genossenschaft Brunow

Die Kraft steckt in der Qualität

Aktuelles

16.04.2024
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Angebote vom 16.04. - 20.04.2024

Dicke Rippe                                                  5,99 €/ kg  

Lachsbraten                                                   10,99 €/ kg

Nussschinken                                            19,90 €/ kg

Bratwurst, fein                                               8,99 €/ kg

14.02.2024
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Der Bauer und seine gesellschaftliche Stellung

Mit großer Aufmerksamkeit und besonderen Gedanken habe ich die bundesweiten Proteste der Bauern gegen die Kürzung von Subventionen verfolgt. Dabei kam mir unwillkürlich die Rolle der Bauern auf meinem Schachbrett in den Sinn.

Unbewaffnet werden sie schützend vor die Hauptfiguren positioniert, um den Gegner mit Leib und Leben abzuwehren und auf Befehl anzugreifen. Für sie ist nur eine Richtung vorgeschrieben - vorwärts ohne Rücksicht auf Verluste. Genau diese Rolle war dem Bauernstand seit Menschen Gedenken zugeordnet und so wurde sie wohl auch in das Schachspiel übernommen.

Als ehemaliger Jungbauer aus der Prignitz kenne ich den klassischen Bauernhof noch als einen selbständigen Familienbetrieb mit 15 Hektarlandwirtschaftlicher Nutzfläche und einem von der Flächenstruktur abhängigen Tierbestand, der mit Hilfe von zwei PS (Pferde) bewirtschaftet wurde. Nach der heutigen Definition wäre dafür wohl der Begriff “Ökologische Einheit” zutreffend.

Dieser eigene private Hof hat zwei Familien Arbeit gegeben und ernährt. In der Regel waren das die Großeltern, Eltern und zwei bis vier Kinder. Das Einkommen der Familien war durch die Faktoren “Können, Fleiß, Gesundheit und Glück” sehr differenziert. Auch die unterschiedlichen natürlichen Standortbedingungen hatten einen großen Einfluss, aber der Arbeitszeitaufwand wurde für eine ökonomische Bewertung nie beachtet.

Da nur eines der Kinder den Hof erben konnte, wurden beim Generationswechsel immer Arbeitskräfte für andere Berufe frei. Damit haben die Bauernfamilien wesentlich dazu beigetragen, dass in relativ kurzer Zeit Industriezentren und Großstädte in Deutschland entstanden sind.

Den größten gesellschaftlichen Beitrag haben die Bauern aber durch ihre intensive Arbeit vor Ort vielleicht sogar unbewusst bei der Gestaltung und der Fruchtbarkeit unseres Lebensraumes erbracht. Der Boden ist wie bekannt das einzige Grundmittel, das durch eine intensive Nutzung wertvoller wird. Wie würde es wohl bei uns aussehen, wenn nicht die Bauern in den vergangenen Jahrhunderten alle nutzbaren Gebiete in Kulturlandschaften verändert hätten?

Wenn heute lt. Statistik jeder in der Landwirtschaft tätige die Ernährungsgrundlage für mehr als 140 Menschen schafft, so ist das nicht nur der Verdienst der Technisierung, sondern dokumentiert auch die schrittweise Anpassung der Landwirtschaft an eine industriemäßige Produktionsweise. Damit hat sich die Landwirtschaft als Primärproduzent von Nahrungsmitteln zu einem integrierten und unverzichtbaren Bestandteil unserer Volkswirtschaft entwickelt und muss auch eine dementsprechende politische und gesellschaftliche Wertschätzung bekommen, ohne noch heute darum kämpfen zu müssen.

Diese verantwortungsvolle Aufgabe sollte in allen gesellschaftlichen Schichten der Bevölkerung bei der Beurteilung der gegenwärtigen Proteste der gesamten Bauernschaft in Deutschland gegen die bürokratische und ökonomische Bevormundung durch den Staat Beachtung finden.

Auf Grund der gesellschaftlichen Weiterentwicklung kann und wird es aber den klassischen Bauernhof als kleinen Familienbetrieb in Deutschland nicht mehr geben, denn ohne qualifizierte Arbeiter und Angestellte lassen sich die größer und umfangreicher gewordenen Strukturen der Landwirtschaft im 21. Jahrhundert nicht mehr wettbewerbsfähig bewirtschaften.

Das größte Problem der landwirtschaftlichen Primärproduktion besteht gegenwärtig darin. dass kein Unternehmen auf Grund der hohen Produktionskosten in Deutschland ohne staatliche Subventionen existieren kann.

Auf Grund dieser Tatsache befinden sich die Bauern in einem direkten Abhängigkeitsverhältnis von den ständig wechselnden politischen Vorgaben und Entscheidungen. Sie haben keinen Einfluss auf die Markt-Preise und sind damit nicht in der Lage, für ihren Betrieb perspektivisch zu planen. Volkswirtschaftlich ist die Landwirtschaft ein Verlustgeschäft und wird auch so behandelt. Alle regionalen und europaweiten Aktivitäten zur Erhöhung der Erzeugerpreise waren auch trotz einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit nicht erfolgreich, sodass immer mehr Landwirtschaftsbetriebe aus Existenznot aufgegeben haben.

Mit der neuen Bundesregierung wechselte das Landwirtschaftsministerium von der CDU an die Grünen und man kann nur hoffen, dass bei aller Euphorie für Öko-Betriebe, die konventionelle Landwirtschaft nicht gänzlich untergeht, denn sonst wird es wohl zu einer ernsthaften Verknappung an Lebensmitteln kommen.

Durch gestiegene Kosten und die bürokratische Reglementierung des Einsatzes von mineralischen Düngemitteln, sowie chemischen Unkraut- und Schädlingsbekämpfungsmitteln, werden die durchschnittlich erzielten Hektarerträge immer weiter zurück gehen. In Verbindung mit den ständig zunehmenden Dürreperioden und den gestiegenen Kosten für die Anschaffung und den Einsatz der Agrar-Technik, wird auch ein reiner Marktfruchtbetrieb in Zukunft nicht mehr rentabel wirtschaften können. Aus Gesprächen mit Landwirten von heute habe ich entnommen, dass die Veredlung von Feldfrüchten in der eigenen Tierhaltung schon seit 10 Jahren immer weniger Nutzen bringt und ohne eine angeschlossene Bio-Gas-Anlage aus Kostengründen aufgegeben werden müsste.

Auf Grund dieser äußerst negativen Entwicklung habe ich mir schon mehrfach die Frage gestellt, ob die Landwirtschaft von heute überhaupt noch einmal schuldenfrei arbeiten kann, oder hat sie sich schon längst an Gläubiger-Banken verpfändet? Seit der Finanzkrise 2009 hat es keine Verbesserungen der Einkommen in der Landwirtschaft mehr gegeben, aber die Preise für Ackerland und damit auch die Pachtpreise sind ins Unermessliche gestiegen. Das ist ein absoluter Widerspruch, der nur mit einer inflationären Entwicklung zu begründen ist.

Die weltweite Finanzkrise löste ab 2009 den Boom der “Landnahme” durch Großinvestoren aus. Dieser Prozess ist bis heute noch intensiviert worden, denn die Finanzkrise ist wohl noch längst nicht vorbei und hat sich durch die Corona-Pandemie und aktuell durch den Krieg in der Ukraine noch verschärft. Die hohen Kosten für Kraftstoffe, Elektroenergie und Düngemittel werden die Agrarbetriebe in den Ruin treiben. Das haben die Bauern von heute erkannt und um das zu verhindern, fahren sie mit ihren Traktoren auf die Straßen und ins Regierungszentrum von Berlin. Ich glaube, dass ihnen eine Stadtbesichtigung unter besseren Bedingungen sicherlich lieber gewesen wäre.

Von dem Ergebnis ihres persönlichen wöchentlichen Einsatz für mehr Verständnis und Gerechtigkeit für ihren Berufsstand werden sie mehr als enttäuscht sein, denn außer anerkennende Worte und vager Versprechen für die Zukunft konnten die Bauern weder aus der Rede des Finanzministers, noch aus den Gesprächen mit den Bundestags-Fraktionsvorsitzenden etwas mit nach Hause nehmen.

Wer sich die Berichterstattung von der Groß-Demo in Berlin am 15. Januar angesehen und angehört hat, wird auch festgestellt haben, dass es nicht nur den Bauernstand in Deutschland schlecht geht, denn die aktive Teilnahme vieler Unternehmen anderer Geschäftsbereiche war nicht nur eine Sympathie-Erklärung gegenüber der Landwirtschaft.

Wenn gegenwärtig schon mehr als 35Tausend Euro für den Hektar Ackerland geboten werden, kann man es den Eigentümern ehemaliger Bauern- und Neubauernhöfe überhaupt nicht verdenken, dass sie ihre Pachtverträge mit den örtlichen Agrargenossenschaften lösen und das Land verkaufen.

Wohin driftet die Landwirtschaft, wenn diese Entwicklung nicht gestoppt wird? Ist das politisch gewollt, oder erfolgt auch dieser gegenwärtige Prozess des “Bauernlegens” nach den angeblich unbeeinflussbaren Regeln des “Freien Marktes”?

Auf einer Reise zur Insel Usedom sind meine Frau und ich quer durch das Land Mecklenburg gefahren und haben uns an den vielen kleinen Ortschaften erfreut, die nach 1945 aus den ehemaligen Gutsdörfern mit ihren Tagelöhner-Katen entstanden sind und seit 1990 mit großer Initiative vielfältig und farbenfroh gestaltet wurden. Was wird aus diesen Dörfern und ihren Menschen, wenn die umliegenden Ländereien von den neuen industriellen Großinvestoren aufgekauft sind? Die Namen möchte ich mir ersparen, um keinen Ärger zu bekommen.

Wir erleben gegenwärtig in den “Neuen Bundesländern” mit Unterstützung des Staates die Wiederherstellung der alten Besitzverhältnisse des Großgrundbesitzes einschl. Restauration der ehemaligen adligen Schlösser, wie sie vor 1945 bestanden haben und darüber hinaus die rechtliche Legalisierung von noch größerem privaten Landbesitz mit dem lateinischen Wort “Latifundien” aus dem alten Rom.

Das vorhandene milliardenschwere private Geld ist beim Erwerb von Grund und Boden, Wald und Seen sicherlich besser angelegt, wie in unsicheren Wertpapieren oder Aktien, die der Inflation zum Opfer fallen können. Diese Einschätzung und Beurteilung habe ich mir nicht ausgedacht, sondern sie stand schon am 08./09. Januar 2011 unter der Überschrift “Landnahme der Großinvestoren” im “Prignitzer”. Aber nach Abschluss dieses Entwicklungsprozesses wird es weder Landwirtschaft noch Bauern geben, sondern nur noch eine konzerngeleitete internationale Agrarindustrie. Deutschland befindet sich damit im Einklang mit der weltweiten Kolonialisierung von nutzbaren Agrarflächen durch internationale und einheimische Investoren, die sich durch Kauf oder langfristige Pachtverträge von großen Ländereien die Kontrolle über die Nahrungsgüterproduktion in der Welt als politischen Machtfaktor sichern. Dieser Prozess entwickelte sich verstärkt ab dem Jahre 2012 und wird als “Landgrabbing” bezeichnet. Schon vor einigen Jahren hat ein Bauernverbandsvorsitzender von Mecklenburg-Vorpommern den Wunsch geäußert, dass auf dem Bodenmarkt die Vernunft zurück kehren möge, damit viele heimische Landwirte weiter wirtschaften können. Es ist aber nur ein frommer Wunsch geblieben.

Auch im Jahr 2023 wurde immer nur darüber geredet und nichts ist zu Gunsten der regionalen Landwirtschaftsbetriebe politisch geregelt worden. Die Überschrift auf der Titelseite des “Prignitzer” vom 03. Januar 2023 sagt dazu schon genügend aus: “Investoren kaufen Ackerland auf”. Unser Agrarminister Vogel, stellt in diesem Artikel fest, dass sich die Bodenpreise seit 2007 vervierfacht haben und Großinvestoren “auch mal 40Tausend Euro für eine Fläche (1 ha) hinlegen, für die ein Landwirt höchstens 12.000€ bezahlen würde”. Brandenburg hat rund 1,3 Mio Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche, von denen ⅔ Pachtland sind. Der Pachtpreis lag im Jahr 2023 schon bei 280 Euro/ha. Im Jahr 2001 waren es nur 73 Euro.

Wem nützt dazu die Aussage von Herrn Vogel, dass “Boden zum Spekulationsobjekt geworden ist”? Ich habe immer gedacht, dass ein Landwirtschaftsministerium die Interessen der Landwirte vertritt und volkswirtschaftlich für eine gesunde und ausreichende Ernährung der Bevölkerung verantwortlich ist.

 

Manfred Dieckmann

31.03.2021
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Frühlingszeit ist Pflanzzeit

Es ist soweit! Die Kartoffel- und Zuckerrübensaison beginnt. Ab sofort werden in diesem Frühjahr bis Ende April auf 180 Hektar (das sind ca. 180 Fußballfelder) Kartoffeln gepflanzt. Auch 3 Speisekartoffelsorten für Ihren Einkauf in unseren Geschäften, werden auf den Feldern bis zum Sommer wachsen. Bei trockener Witterung und frostfreien Nächten werden unsere Zuckerrüben gesät. Alle 19 Zentimeter wird ein Saatkorn flach in den Boden abgelegt. Die Fläche ist so groß wie 35 Fußballfelder, welche für die Zuckerrübensaat vorbereitet werden muss.

Willkommen bei der

Agrargenossenschaft Brunow

Nachhaltige landwirtschaftliche Produktion bedeutet für uns, dass wir nicht nur über sie reden, sondern sie jeden Tag aufs Neue leben. Die Basis dafür haben wir mit der Gründung am 3. Dezember 1991 gelegt.

Die Werte, nach denen unsere Agrargenossenschaft arbeitet, orientieren sich an nachhaltiger Landwirtschaft und dem Erhalt der Ressourcen. Es ist unser Bestreben, einen natürlichen Kreislauf zwischen Anbau und Verwertung zu schaffen. Ackerland wird in unserer Agrargenossenschaft so bestellt, dass es auch in vielen Jahren noch fruchtbar ist und gute Erträge bringt. Daher werden sowohl die Futtermittel für unsere Nutztiere überwiegend selbst angebaut, als auch deren Abfallprodukte wie Gülle und Stalldung in einer eigenen Biogasanlage zu Strom, Gas und Wärme weiterverwertet und als Düngemittel auf unseren Feldern eingesetzt.

Die natürlichen Stoffkreisläufe sind die Grundlage unserer Produktion. So entstehen gesunde und natürliche Produkte wie Getreide, Kartoffeln, Zuckerrüben und Tierfutter. In den Landfleischereien der Standorte Grabow, Parchim und Brunow, können Sie unsere regionalen Produkte käuflich erwerben – denn Regional ist unser Bio.

Um unsere Landwirtschaft virtuell erlebbar zu machen, können Sie gerne durch unsere Homepage spazieren und Informationen über die Agrargenossenschaft und die landwirtschaftliche Tätigkeit zu erhalten.

Über Uns
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Nachhaltigkeit

Weil uns die Natur wichtig ist

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Unsere Produkte entstehen aus einem geschlossenen Stoffkreislauf heraus. Die Futtermittel für die Milchkühe, Jungrinder und die Schweine werden überwiegend in eigener Produktion gewonnen. Die anfallende Gülle wird wiederum in eine Biogasanlage eingespeist und zu Strom, Gas und Wärme weiterverarbeitet.

Wir möchten nicht nur nah an der Natur sondern auch nah an unseren Kunden sein. Daher liegt der Agrargenossenschaft Brunow viel an gemeinsamen Aktivitäten wie dem jährlichen Erntefest oder dem traditionellen Weihnachtsmarkt. Um unsere Landwirtschaft erlebbar zu machen, öffnen wir auch gerne unser Hoftor für Gäste. Hier können Interessierte umfangreiche Informationen über unsere Agrargenossenschaft und die landwirtschaftliche Tätigkeit erhalten.

Achtung! Wegen der aktuellen Coronasituation finden keine Veranstaltungen oder Besuche auf unserem Hof statt.

Meine Landfleischerei

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Standort Grabow

Öffnungszeiten

  • Di-Fr: 9:00 bis 17:30 Uhr
  • Sa: 08:00 bis 12:00 Uhr

Gerne verpacken und verschicken wir auch ausgewählte Fleisch- und Wurstwaren aus unserem Sortiment. Fragen zu den Produkten und Bestellungen werden gerne unter 038756 285797 beantwortet bzw. angenommen.

Meine Landfleischerei
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Standort Brunow

Öffnungszeiten

  • Fr. 10 bis 17 Uhr
Meine Landfleischerei
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Standort Parchim

Öffnungszeiten

  • Di-Fr: 9 bis 18 Uhr
  • Sa: 9 bis 12 Uhr

Weiterhin bieten wir in Parchim Lohnschlachtung wie Zerlegung von Rindern, Schafen und Ziegen an!